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Acht Stimmen ändern am Ausgang nichts

Nachrichten aus Speyer | Artikel vom 16. 04. 2002


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Der „alte Hase“ ist in die Rolle des Igels geschlüpft. Karikatur: Hans-Günter Glaser

Die Parteien versichern zwar stets, dass jede Stimme zählt, doch am Ausgang der OB-Wahl änderten jene acht Stimmen, um die der Wahlausschuss bei der Feststellung des amtlichen Endergebnisses gestern das vorläufige Resultat vom Sonntagabend korrigierte, nur weit hinterm Komma etwas. 10 952 Stimmen für Werner Schineller (eine weniger als beim vorläufigen Ergebnis) und 7370 für Dr. Yvette Gerner (sieben mehr), das sind die Zahlen, die in die Wahlgeschichte eingehen. Es bleibt jedoch bei der Prozentverteilung: Werner Schineller 59,8 Prozent, Yvette Gerner 40,2.

Auch die Wahlbeteiligung stellt sich nach der Unterlagen-Überprüfung durch das Wahlamt unter Leitung von Herbert Kotter nicht besser dar: Ein Wähler mehr, also 18 580 abgegebene Stimmen bedeuten nach wie vor 50,28 Prozent. 258 Stimmzettel waren ungültig, fünf mehr als am Wahlabend ermittelt.

Die überwiegende Mehrzahl der ungültigen Stimmen wurde in Form von gänzlich leeren Stimmzetteln abgegeben. „Da wollten Wähler der Wahl nicht fernbleiben, konnten sich aber für keinen der Bewerber entscheiden“, erklärt Herbert Kotter. Nur in wenigen Fällen machten Zusatzvermerke wie „Ich wähle keinen Satan“ das Votum unverwertbar. Nur in einem Bezirk habe der Wahlvorstand über die Gültigkeit der Stimme beschließen müssen. Mit der Mitteilung des amtlichen Endergebnisses durch Wahlleiter Hanspeter Brohm an die Bewerber ist die Wahl formal abgeschlossen.

So lange konnte der Fuhrpark nicht warten. Bereits um 5.30 Uhr befreiten gut 15 Mann jene Wahllokale von Mobiliar und Urnen, die schon am Morgen wieder ihrer Bestimmung dienen mussten: Schulen und Kindertagesstätten. Die weiteren Lokale kamen zu einer „zivileren“ Zeit dran. Die Tische und Trennwände (aus solchen Wahllokalen, in denen in einem Raum zwei Bezirke untergebracht waren) gingen zurück in die Stadthalle und die Fuhrpark-Kantine, die Urnen wurden bis zum nächsten Einsatz im September im Keller des Stadthauses verstaut, erklärt der stellvertretende Fuhrpark-Leiter, Karl-Heinz Glaser.

Mit der Koordination des „Wahl- hilfe-Einsatzes“ hatte Wolfgang Weingand alle Hände voll zu tun. Schließlich haben nicht alle Gebäude, die als Wahllokale dienen, einen Hausmeister. Also hieß es, Schlüssel zu besorgen (und auszuprobieren!). Außerdem musste das Mobiliar so aufgestellt werden, wie es die Wahlordnung vorschreibt.

Weniger Stühlerücken hatte die städtische EDV-Abteilung gestern Morgen. Sie nutzt für die Erfassung der Daten das Bürgerbüro - dort erlaubt die Sammelrufnummer, dass von den neun Erfassungskräften praktisch immer mindestens eine erreichbar ist. Die Technik, die für die Präsentation und Weitergabe der Ergebnisse durch drei EDV-Leute im Ratssaal nötig ist, war bald wieder abgebaut, erklärte Wahl-Computerexperte Andreas Heck.

Die Aufteilung der Technik in dieser Form habe sich bewährt, das Programm „PC Wahl“ arbeite sehr zuverlässig. Dass kurz nach 18.30 Uhr 50 von 51 Stimmbezirken erfasst und präsentiert waren, sei optimal gewesen: „Schneller kriegen wir’s nicht hin.“ Eine echte Herausforderung sei die OB-Wahl mit eben zwei Wahlmöglichkeiten, ohne Einbeziehung der Umlandgemeinden und Meldung ans Statistische Landesamt, nicht gerade gewesen.

Das sieht bei der Bundestagswahl anders aus. Deren Vorbereitungen haben - auch für Herbert Kotter - längst begonnen. Matthias Mühleisen

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