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Dompfarrer treibende Kraft

Nachrichten aus Speyer | Artikel vom 08. 06. 2002


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Schmuckstück in der Gilgenstraße: Für die St. Josephskirche wurde am 9. Juni 1912 der Grundstein gelegt. Foto: Gerhard Walthaner

-tp- Morgen ist ein besonderer Gedenktag für die Pfarrei St. Joseph: Am 9. Juni 1912, vor genau 90 Jahren, wurde der Grundstein für die Josephskirche gelegt. Zwar sind für das 90-jährige Jubiläum keine größeren Festlichkeiten vorgesehen, die Pfarrgemeinde werde jedoch schon dieses Tages gedenken, erklärte Diakon Klaus Hilzensauer.

Nach jahrelangen Bemühungen, eine zweite katholische Pfarrkirche in Speyer zu erhalten, wurde unter Einbeziehung des Geländes der ehemaligen Ägidienkirche ein geeigneter Bauplatz an der Gilgenstraße gefunden. Das meiste Gelände stellte das Kloster St. Magdalena zur Verfügung. 1887 wurde ein Kirchenbauverein gegründet. Treibende Kraft war der damalige Dompfarrer Valentin Münch.

1889 wurde der Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker mit der Planung für die neue Kirche beauftragt, deren Patron der heilige Joseph sein sollte - „als Schutzpatron der Kurpfalz und auch der Arbeiter“ (Clemens Jöckle). Nach verschiedenen Änderungen des Bauplanes entschied man sich für eine Bauausführung, bei der Stilelemente der Spätgotik und der Renaissance vorherrschen.

Bei der Grundsteinlegung am 9. Juni 1912 war der ein Jahr zuvor zum Bischof von Speyer ernannte und spätere Münchener Kardinal Michael von Faulhaber zugegen. Die Festansprache hielt der Dompfarrer Josef Schwind. Die Josephskirche wolle - in Anspielung an die acht Jahre zuvor fertiggestellte Gedächtniskirche des Weltprotestantismus - kein Denkmal der Welt sein, sondern der Liebe zur bayerischen Heimat ... Ausdruck verleihen. Die Grundsteinlegung bezeichnete Schwind als Fest der katholischen Religion und als Bekenntnis zum alten Gott (aus „Kirchen in Speyer“ von Clemens Jöckle ).

Die Glockenweihe erfolgte zwei Jahre später am 28. Juni 1914. „Während der Glockenweihe ging unter den Teilnehmern die Nachricht von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers von Mund zu Mund“, schreibt Fritz Klotz in seiner Stadtgeschichte. Als die Josephskirche am 22. November 1914 geweiht wurde, erschütterte der Erste Weltkrieg die Völker Europas. Die Josephskirche war damals eine der wenigen besonders geräumigen Gotteshäuser in der Pfalz. In der Breite war sie „in Lichten um drei Centimeter“ (4,50 Meter) breiter als der Dom, dies allerdings bei einer Länge von „nur“ 56,70 Metern. Die Pfarrkirche sollte 2 700 Gläubigen Platz bieten.

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