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Brunnen erzählt die Stadtgeschichte

Landkreis | Artikel vom 25. 09. 2002


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Das alte mit dem neuen Rathaus verbindet optisch der Schifferstadter „Stadtgeschichtsbrunnen“, der Treff- und Kommunikationspunkt sein soll. Foto: Venus

von Bernhard Bumb

Landkreis. - Früher dienten die Brunnen in den Dörfern und Städten der Wasserversorgung. Selten waren sie Schaustücke. Erst in der jüngeren Vergangenheit wurden Brunnen als künstlerisches Element der Ortserneuerung entdeckt. In dieser Serie stellt die Tagespost herausragende neue Brunnen aus dem ehemaligen Landkreis Speyer vor.

Er ist eine Augenweide, ist platzbildbestimmend und verweist auf alte Traditionen in Schifferstadt. Im Jahr 1982 wurde er aufgestellt - der Stadtgeschichtsbrunnen in Schifferstadt. Der Brunnen verbindet das alte mit dem neuen Rathaus. Würde er fehlen, wäre an seiner Statt weiterhin eine optische Lücke. Als ehemaliger Schifferstadter Bürger habe er etwas schaffen wollen, was mit der dörflichen Historie und der Gegenwart der Stadt zu tun habe, erläuterte einst der Wormser Künstler Hubert Gems, als das Modell vorgestellt wurde.

Was lag da näher, als das Gemüse, das Schifferstadt so berühmt machte, auf dem Brunnen zu verewigen. Er ist also auch eine Huldigung an den Rettich. Die Tradition der Landwirtschaft wird durch das Pferd mit Erntewagen und mit einem Hahn dargestellt. Auf die natürlichen Landschaften
- früher eher unberührt - und den Stadtwald verweisen Bäume, die Fledermaus und der Storch. Meister Adebar hat sich seit Jahren rar gemacht, findet er in der Vorderpfalz doch keine Nahrung mehr.

Ein alter Ziehbrunnen erinnert an das tägliche, mühsame Wasserholen unserer Altvorderen. Eine Selbstverständlichkeit: der „Goldene Hut“, der auf keinen Fall fehlen darf. Was allerdings bewusst ausgelassen wurde, ist die berühmte Schifferstadter Marktfrau, berichtete unsere Zeitung am 30. Oktober 1981, als das Modell des Brunnens präsentiert wurde. Das Fehlen der Marktfrau löste heftige Diskussionen aus.

Mit dem Menschenpaar sind alle örtlichen Motive in einen fachwerkähnlichen Linienverlauf integriert. Den Brunnenaufsatz krönt eine Plastik, die das Schiff im Stadtwappen andeutet. Das Wasser sprudelt über den Bug hinaus, sammelt sich in einer Bronzeschale, um in ein Natursteinbecken zu ergießen. Hubert Gems sah auch einen Kommuniationsfaktor, um ihn sollen sich die Bürger scharen, beisammen sitzen und erzählen.

Rund 80 000 Mark musste die Stadt für den Brunnen hinblättern. Er wiegt rund eine Tonne, sein Durchmesser beträgt fünf Meter, seine Höhe 1,70 Meter. Der Maler und Grafiker Hubert Gems stellte den Brunnen mit Bernd Benedix in dessen Speyerer Atelier her. In vier Teilen erhielt das Schmuckstück in Nöttingen-Remschingen (Karlsruhe) seinen Bronzeguss.

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